mercredi 11 février 2015

Angst vor der Diagnose Krebs

Hi zusammen,



ich (m, 26, eigtl total die Sportskanone) habe große Angst an Krebs zu erkranken bzw. erkrankt zu sein. Wenn ihr euch meine Geschichte gleich durchlest, werdet ihr euch sicherlich fragen, was das mit Krebs (Brustbein, Rippen - ich weiß es nicht genau???) zutun haben soll. Entweder sind das alles Ereignisse unglücklicher Umstände, oder es besteht ein Zusammenhang mit meiner Geschichte. Aber das weiß ich eben auch nicht ganz genau, deshalb frag' ich ja...



Meine Geschichte:



Im April letzten Jahres habe ich mich, aufgrund starker Erschöpfungszustände über Monate, in stationäre psychiatrische Behandlung begeben. Bei mir wurde im Laufe dessen eine schwere depressive Episode (Burnout) diagnostiziert.



Um eine rasche Besserung meiner Problematik herbeizuführen, bekam ich Antidepressiva (Elontril). Nach gut 8 Wochen konnte ich die Klinik dann wieder relativ fit verlassen. Mit der regelmäßigen Einnahme meiner Medikamente habe ich es allerdings nicht so ernst genommen, sodass ich diese nach kurzer Zeit absetzte, in dem Glauben, ich könne auch ohne Tabletten leben. Das war natürlich totaler Blödsinn (hinterher ist man (normalerweise) immer schlauer)... ;-) Da es mir also schnell wieder schlechter ging - ich war immer sehr müde -, suchte ich erneut einen Arzt auf. Daraufhin bekam ich ein neues Antidepressiva (Citalopram), welches, im Vergleich zu dem davor, aber nicht die Wirkung erzielte, die sich der Arzt und meine Wenigkeiten versprachen. Also wurde auch das nach ca. 2 Monaten abrupt abgesetzt (Ende Oktober/Anfang November). Am 4. November wurde ich dann wieder bei meinem Psychiater vorstellig, um mit ihm über die Medikationen zu sprechen (ich war sehr unzufrieden). Fortan nahm ich wieder das Elontril, welches ich auch schon während meines Aufenthaltes in der Psychiatrie einnahm und eigentlich auch gut anschlug. Leider verspürte ich dieses Mal keine Verbesserung meiner Beschwerden (ständige Müdigkeit und zum Teil auch Erschöpfung). Nach Absprache mit meinem Arzt setzte ich das Antidepressiva - aufgrund der mangelnden Wirkung - Ende Dezember 2014 ab. Ich gehe davon aus, dass das oben genannte Medikament nicht mehr wirkte, weil meine Depressionen verschwunden waren. Vielmehr bekam ich dadurch sehr wahrscheinlich nur die Nebenwirkungen zu spüren. Soweit so gut.



Und nun kamen diverse (!) körperliche Beschwerden hinzu:



Ende Dezember begann alles; Ich bekam Probleme mit dem Bauch. Es stellte sich heraus, dass mein Völlegefühl und der Druck im Oberbauch von einer leichten Gastritis mit Helicobacter Pylori herrührten. Diesbezüglich wurde ich erfolgreich mit der s. g. Triple-Therapie (ZacPac) behandelt und bin heute beschwerdefrei.



Anschließend bekam ich immer öfter Schmerzen in der linken Leistengegend. Mein Urologe diagnostizierte daraufhin eine weiche Leiste inkl. Leistenbruch (noch klein).



Des Weiteren kam ein Gewichtsverlust (normales Essverhalten) von ca. 10 kg in 6 Wochen zustande. Da mich aufgrund meiner Vorgeschichte (Psychiatrie) kein Arzt wirklich ernst nahm, begann der Ärztemarathon... Ich war seit Dezember insgesamt bei 3 verschiedenen Hausärzten und 5 Internisten - jeder von denen schob es auf die Psyche, ohne auch nur wirklich eine einzige Untersuchung durchzuführen (bis auf Blutabnahme). Also war ich am 5. Januar d. J. gezwungen, einen Privatarzt aufzusuchen (ich bin Kassenpatient). Die hohen Kosten, die mir dadurch entstanden, nahm ich gerne in Kauf. Und tatsächlich: er war der erste von insgesamt 9 (!) Ärzten, der sich der Sache annahm. Das erste Mal fühlte ich mich richtig ernst genommen!!! Das war ein klasse Gefühl.



Und dann ging es los:



Er rief sofort einen befreundeten Arzt (Chefarzt - AK Klinik Hamburg-Altona) an und sprach mit ihm über meine Gewichtsabnahme sowie meine körperl. Beschwerden. Aber auch nur ansatzweise mit der Wimper zu zucken, war ich schon auf dem Weg in die Klinik. Ich stellte mich in der Notaufnahme vor und wurde prompt stationär aufgenommen. Zum Einen war ich sehr erleichtert, dass mir endlich geholfen wird, zum Anderen aber auch total in Panik (schließlich sprach der Arzt selbst schon von Krebs)... Ich kam auf die Onkologie für Innere Medizin. Es wurde ein MRT vom Bauch mit KM, Röntgen vom Thorax, Ultraschall Bauch, Schilddrüse und Hoden, eine Magen-/Darmspiegelung gemacht. Alles soweit ohne Befund. Eine Erklärung für meinen Gewichtsverlust (ganz normaler Appetit) gab es immer noch nicht. Daraufhin wurde ich nach 3 Tagen entlassen...



Natürlich war ich erst mal erleichtert, dass nichts Schlimmes gefunden wurde und nahm das auch erst mal so hin...



Ende Januar dieses Jahres ging es dann auf einmal los mit merkwürdigen (!) stechenden und/oder ziehenden Schmerzen im Brustbein (Höhe Schwertforsatz). Die Schmerzen halten bis heute an, wenn auch nicht durchgängig. Unabhängig von Bewegung oder Nahrungsmittelaufnahme fängt es plötzlich für 1-2 Sekunden an, zu stechen/ziehen und ist dann wieder genauso schnell weg. Das passiert ca. 10-20x am Tag. Es ist wirklich direkt auf dem Brustbein, sprich auf dem Knochen genau mittig. Wenn ich dort mit dem Finger Druck auf die Stelle ausübe, tut das unglaublich weh.



Nun war ich gestern beim Orthopäden. Er schaute sich mein Brustbein/Oberbauch an und wollte mir - ohne weitere Dinge zu untersuchen -, Physiotherapie verordnen. Damit war ich natürlich nicht einverstanden. Dann warf er einfach die Begrife "Intercostalarthritis und Neuralgie" (Entzündung der Gelenkkörper/Nervenschmerzen) in den Raum. Ich bat ihn um eine Überweisung fürs MRT Thorax. Dem Wunsch kam er auch sofort nach, "um mich zu beruhigen".



Naja, nun habe ich -aufgrund meiner Gewichtsabnahme- total Angst, dass die Schmerzen im Brustbein mit der Gewichtsabnahme zusammenhängen und irgendein bösartiger Krebs dort sein Unwesen treibt.



Man googlet ja auch viel, wenn man sich Sorgen macht... Krebs im Brustbein ist äußert (!) selten und ich bete zu Gott, dass ich davon nicht betroffen bin, aber was soll das sonst sein!?!? Ich mache seit einem halben Jahr kein Sport, betätige mich auch sonst nicht körperlich (kein schweres Heben) und bin auch nicht hingefallen oder sonst was...



Meine Entzündungswerte (CRP) und das Bilirubin (Leber/Galle) im Körper sind auch erhöht. UND: ständige Müdigkeit, wackelige Beine und ständig kälte Extremitäten (Hände & Füße).



Wie ist eure Meinung dazu? Mache ich mir unnötig Sorgen?



Lieben Gruß







P.S.: Seitdem ich das mit dem Burnout hatte, kommen ständig irgendwelche körperlichen Probleme hinzu. Ist das eine Problemchen vorbei, kommt sofort das nächste. Ich denke manchmal schon, ich bin nicht mehr ganz dicht...





Angst vor der Diagnose Krebs

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